Tag 5 – Flut, Flucht und Anker

Nach den Experts on Air und der damit einhergehenden Tweet-Flut am Freitagnachmittag passierte das, wovor ich mich gefürchtet hatte. Es war mir zuviel, zuviele Themen, zuviele Aspekte, zuviel Gezwitscher. Kein Land mehr in Sicht und so habe ich erstmal 48 Stunden Pause gemachtvon MMC13. Über Twitter und das Pearl-Tree-Tutorial von @dieHauteCulture habe ich wieder zurückgefunden.
Das allerwesentlichste, was ich über x-MOOCs gelernt habe, ist, dass es die Aufgabe der Gastgeber_innen ist, einen Ermöglichungsraum zu schaffen und dass es für die TN darum geht, gemeinsam Wissen zu erzeugen. Das Reproduzieren von Wissen gehört eher in den Bereich der c-MOOCs. Bei der Live-Session am Freitag ist mir nachhaltig im Ohr geblieben, dass die Gastgeber_innen zwar keine Motivation erzeugen, vorhandene Motivation aber zerstören können. Durch ein zuviel oder zuwenig an Struktur, Information … Das finde ich in der Präsenz schon ziemlich schwierig, online scheint es mir im Moment nahezu unmöglich das rechte Maß zu finden. Was weiß ich über meine TN? Wie erfahre ich, dass und warum ich gerade dabei bin ihre Motivation zu zerstören? Nur daran, dass sie weg bleiben? Vermutlich liegt das Geheimnis darin, wie gut es mir gelingt, eine offenen Gedankenaustausch zu ermöglichen?
Ach ja, und das mit dem Vernetzen klappt noch nicht so gut. Deswegen werde ich in der kommenden Woche folgende Maßnahmen ergreifen, um kräftigere Fäden zu weben:

    Kommentare und zielgerichtetes Getwitter
    google+-Mini-Profil erstellen

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7 Antworten zu Tag 5 – Flut, Flucht und Anker

  1. claudiabremer schreibt:

    Hallo Sybille,

    ich glaube, es gehört auch zu den wesentlichen Lernkurven der Teilnehmenden, sich zu fokussieren und zu lernen, dass man nicht alles lesen und gelesen haben muss, um sich beteiligen zu können. Also auch de Fähigkeit, sich einzelne Schwerpunkte zu setzen, sich zu fokussieren.

    Es gibt einen Punkt in cMOOCs, da können die Veranstalter den Überblick für die Teilnehmenden nicht mehr komplett herstellem, es wird einfach zu viel, gerade bei einem MOOC wie diesem her mit einer so aktive, medienkompetenten Teilnehmergruppe. Das war bei dem Thema auch nicht anders zu erwarten.

    Daher kann der Veranstalter dann a) nur noch eins machen: neue, quasi „jungfräulche“ Anknüpfungspunkte und einstiegspunkte schaffen, was den Teilnehmenden Gelegenheit gibt, neu oder wieder einzusteigen. Das geht leichter, wenn z.B. Wochenthemen nicht aufeinander aufbauen, man sich also auch später beteiligen kann, ohne das Gefühl zu haben, alles vorher gelesen haben zu müssen.

    Und b) zugleich die Teilnehmenden immer wieder versichern, dass man einsteigen darf,ohne alles alles gelesen haben zu müssen.

    Teilnehmende gehen unterschiedlich mit diesem Gefühl um, der eine meint, alles gelesen haben zu müssen, um einzusteigen, der andere ist das entspannter und springt einfach rein. meiner Erfahrung nach, sind das ganz subjektive Punkte, die mit denen jeder Teilnehmer anders, d.h. ganz unterschiedlich umgeht.

    Daher glaube ich, neben dem Struktur und Überblick geben, was eben irgendwann kaum noch geht, ist es eben auch möglich, einfach immer neue Nullpunkte im Sinne von Einstiegsmöglichkeiten zu geben, wenn das thematisch möglich ist (also die Themen nicht curricular aufbauen).

    Ansonsten müsste man klare Ausdifferenzierungen schaffen, in die man einstiegen kann wie z.B. Schwerpunkte wie sie hier entstehen „MOOCs in der Schule“, „MOOCs im betrieblichen Lernen“. usw.

    • sibyllewuerz schreibt:

      Danke, liebe Claudia für den Kommentar. Wie schafft man also einen Ermöglichungsraum? Mir gefällt die Idee, immer wieder (niedrigschwellige) Einstiegspunkte zu schaffen, Themen nicht hierarchisch zu ordnen. Bei den MoocMaker_ innen kommt ein ganz besonderer Ton hinzu. Sie schaffen es, eine fast schon intime Atmosphäre zu schaffen. Was es gar nicht gibt, ist so ein „wir-haben-das-wissen-und-wenn-ihr-euch-anstrengt-geben-wir-euch-was-ab“ Ich beobachte fasziniert, wie sie das tun. Und komme dabei zu meinen Überlegungen zurück, welche Kompetenzen Lehrende und Lernende für’s Moocxen brauchen. Medienkompetenz scheint mir dabei der geringste Teil zu sein. Ich vermute, dass das Geheimnis guter Gastgeber_innen in der entsprechenden inneren Haltung und einer hochentwickelten Sprach- und Kommunikationskompetenz liegt.

  2. Sabine Hueber schreibt:

    Das gemeinsame Erzeugen von Wissen wird eher den cMOOCs zugesprochen, wäre aus meiner Sicht aber auch in xMOOCs sinnvoll.

    Möglicherweise kann zu viel Information die Motivation neuerer Teilnehmer hindern, doch auf der anderen Seite kann gerade die Menge an Input stille Teilnehmer aktivieren. Manch einer hört so lange zu, bis irgendwann einmal ein Themenbereich kommt, der ihn anspricht. Und dann geht es los.

  3. Jan Karl Wofski schreibt:

    Re.: „was weiß ich über die Teilnehmer?“
    Gerade ist für zwei Tage die zweite mmc13-Umfrage online. Wenn die Organisatoren bei diesem Rhythmus bleiben, also ca. ein Umfrage je Woche, kommt schon (abhängig von den Fragen) einiges an Wissen über die Teilnehmer zusammen. Oder?
    http://howtomooc.org/umfrage/

    Gruß
    Jan Karl Wofski

    • sibyllewuerz schreibt:

      Ja, Umfragen, wenn denn die richtigen Fragen gestellt werden und die TN diese beantworten sind sicherlich ein ganz gutes Instrument, um mehr über die TN herauszufinden. So etwas im Vorfeld des MOOC einzusetzen stelle ich mir schwierig vor. In der Vorbereitung meines MOOC muss ich, so schätze ich das ein, eher intuitiv bezüglich der TN vorgehen. Intuition finde ich aber schwer, bei einem Format, das ich nicht so gut kenne. Und was ist mit denen, die einfach nicht mehr mitmachen? Da wäre es ja ganz besonders interessant zu wissen, warum. Und ob die irgendwelche Fragen beantworten werden? Aber vielleicht bekomme ich meine Info ja auch darüber, dass ich die, die bleiben, frage, warum sie dies tun?

  4. Anja Lorenz schreibt:

    Hallo,

    ich habe einen Screenshot dieses Beitrags in meiner Prezi verwendet http://prezi.com/yeddqdawya4p/2013-04-29-sooc13-workshop-1-an-der-tu-chemnitz/ (Frame 37) Ich hoffe, das ist in Ordnung, wenn nicht, dann einfach Bescheid geben, ich nehme ihn dann raus.

    Viele Grüße
    Anja

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